Die jüngste Ausfahrt des FuoriConcorso fand in der malerischen südlichen Toskana statt und huldigte der puren Geschwindigkeit. Genauer gesagt Supersportwagen, die – wenn sie dafür genug Auslauf haben – die 350-km/h-Marke erreichen können. Von Bugatti bis Ferrari, von Pagani bis Porsche – das Val d'Orcia, seit 2004 Weltkulturerbe der UNESCO, war die Kulisse für dieses wahrhaft atemberaubende Aufgebot an Geschwindigkeitsmonstern.
Die weiten, offenen Passagen bestimmter deutscher Autobahnen wären vielleicht besser geeignet gewesen, die Drehzahlmesser dieser Raketen an den Begrenzer zu bringen. Doch konnten sich die Fahrer in dieser landschaftlich so reizvollen Region Italiens vor allem entspannen und dabei viel toskanische Luft einatmen. Am 27. März trafen die Gäste im historischen 5-Sterne-Hotel Precise Tale Poggio alla Sala ein, gelegen am Rande der weltberühmten mittelalterlichen Stadt Montepulciano und von unberührter toskanischer Natur umgeben. Einfach der perfekte Ort, um den FuoriConcorso einzuläuten.
Als am Morgen des nächsten Tages in der Ferne das leise Grollen von V12-Motoren zu hören war, wurde die Performance der anwesenden Modelle – die alle die goldene 350-km/h-Marke übertreffen – schnell deutlich. Gleich mehrere Bugatti füllten das Areal des Resorts, darunter ein Veyron Super Sport und ein Vitesse sowie der schnellste Teilnehmer im Feld, der 440 km/h schnelle Bugatti Chiron Super Sport. Zu den französischen Hypercars verströmte ein metallic-blauer Ferrari Testarossa Koenig Evolution italienisches Flair. Mit 1.000 PS soll er über 370 km/h schaffen – im Jahr seiner Vorstellung 1987 noch eine unvorstellbare Marke. Zu guter Letzt komplettierten ein Porsche 918 Spider, ein Koenigsegg CCX und der atemberaubende Pagani Utopia das Rallye-Aufgebot.
Erster Halt des Tages war für ein Fotoshooting und eine Besichtigung die Abtei Sant'Antimo aus dem 12. Jahrhundert, gefolgt vom Besuch des Weinguts der Frescobaldi, der Tenuta Castelgiocondo. Wo der Weinkeller erkundet und ein Mittagessen in der namensgebenden Burg eingenommen wurde. Nachdem die Fahrer am ersten Tag rund 140 Kilometer zurückgelegt hatten, kehrten sie zur Precise Tale Poggio alla Sala zurück, um am Samstag einen weiteren Tag voller Ausflüge zu beginnen.
In aller Herrgottsfrühe erwachten die Motoren auf der Suche nach weiteren traumhaften Boxenstopps zum Leben. Zunächst ging es nach Asciano, um die Crete Senesi, eine durch Erosion geprägte Landschaft mit weißen, nur wenige Meter hohen Hügeln mit schmalen Furchen und ohne jede Vegetation, auf Offroad-Quads zu erleben. Nächste Wegpunkte waren das für seine heilsamen Quellen bekannte Bagno Vignoni und die Kapelle der Madonna di Vitaleta – ein Ort, an dem die Zeit stillgestanden zu sein scheint. Die Veranstaltung klang mit einem Abendessen im Le Logge del Vignola in Montepulciano aus. Damit endete ein unvergessliches dreitägiges Erlebnis mit einigen der besten Hypercars, die man für Geld kaufen kann. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste FuoriConcorso-Event – am 24. und 25. Mai 2025 am Comer See!