Geradezu museumsreif
Der Golf GTI als „Hot Hatch” schlechthin avancierte schon in den achtziger Jahren zum Kultgegenstand - eine Zuneigung, die bis heute anhält. Kein Wunder, dass Besitzer diesen besonderen VW schätzen, pflegen und vor allem behalten wollen. Zum Beispiel dieser tiefschwarze GTI von 1983: Er hatte nur zwei sorgsame Vorbesitzer, besitzt die Originallackierung und weist nur 16.000 Meilen auf der Uhr auf. Das ebenso originale Stoffinterieur ist ebenfalls beeindruckend - nicht zuletzt, weil es anscheinend keine Gebrauchsspuren zeigt.
Eine Lektion in Zurückhaltung
Als Audi im Jahr 1998 Lamborghini übernahm und damit die Aufgabe, den Diablo zu aktualisieren, erhielt der Sant´Agata-Supersportwagen mit den Scherentüren endlich den Feinschliff und die konstruktive Qualität, die dem futuristischen Design ebenbürtig waren. Mit Baujahr 2000 ist dieser Diablo VT 6.0 bemerkenswert, weil er bis 2003 der Fabrik als Vorführwagen diente, ehe er an einen französischen Sammler verkauft wurde und dort verblieb. Noch erstaunlicher ist, dass dieser Besitzer im Lauf der 15 Jahre nur 4.000 Meilen damit gefahren ist.
Ein „früher” Interceptor
Kaum hatten wir einige Zeit beim Wüsten-Drifting mit Hing Yeung und seinem Jensen Interceptor verbracht, haben wir gleich nach unserer Rückkehr aus Kalifornien ausgiebig im Classic Driver Markt nach diesem muskulösen Gentlema's Express gefahndet. Natürlich nur zur Recherche! Und bei diesem Studium entdeckten wir dieses eigenwillige Coupé aus den fünfziger Jahren - den ursprünglichen Jensen Interceptor. Damals war dieser Rivale eines Bristol 401 und eines Bentley R-Type nicht nur günstiger, sondern ließ sich angeblich auch viele besser als jene fahren.
Ein wundervoller Werksrennwagen
Diese adrette kleine Austin-Healey Sebring Sprite wird mit einer Reihe von Attributen geliefert, die garantiert jeden Sammler aufhorchen lassen. Als werkseitiger Teilnehmer an den 12 Stunden von Sebring 1964, wurde dieser Prototype erstaunlicherweise nach dem Rennen an einen BMC-Händler im US-Bundesstaat Pennsylvania verkauft. Nachdem der Sprite an einer Handvoll örtlicher Bergrennen teilnahm, wurde er vom Händler mit nur 787 Meilen auf der Uhr außer Dienst gestellt. Der kleine Renner wurde sorgfältig gelagert und seither kaum bewegt. Ein echter Werksrennwagen, der wirkt, als wäre er aus der Zeitmaschine gefallen. Solche Goldstücke aus einer großen Ära des Motorsports zu finden, ist selten genug.
Die perfekte Balance
Im letzten Jahr beugte sich Porsche dem Drängen der Kunden und kündigte an, für den GT3 ein Touring-Paket anzubieten - wesentlich ein für die Straße gezüchteter 911 wie ihn die Puristen lieben. Dazu gehört ein subtileres Styling, der automatisch ausfahrende Spoiler aus dem Carrera und - ganz wichtig - ein manuelles Sechsganggetriebe. Dieses umwerfende weiße Exemplar von 2018 wurde so bestellt, dass es das bewusste Understatement des Touring-Pakets mit der sportlichen Zielsetzung des „serienmäßigen” GT3 verbindet. Für uns die perfekte Balance, die beiden Ansprüchen gerecht wird.
Fotos: Girardo & Co, Fast Classics, JB Classic Cars, Bavaria Motors