Hollywood ist mehr als eine Traummaschine, die am laufenden Band Glamour und Illusion produziert: Im Film wurden immer auch epische Kämpfe zwischen Gut und Böse ausgefochten. Oft genug sahen die Drehbücher dann Folter und Qualen für die Akteure vor. Einige der größten Stars mussten gute Miene zum bösen Spiel machen und sich für ein Millionenpublikum nach allen Regeln der Kunst misshandeln lassen.
Charlton Heston, Gary Cooper, Burt Lancaster und sogar Elvis Presley - sie alle ließen sich im Lauf ihrer Karriere für Hollywood in Fesseln legen und führten geradezu lustvoll diese Inszenierung der Schwäche vor. Ganz zu schweigen von all den unschuldigen Starlets, die, von Peinigern überwältigt, das Schlimmste zu erwarten hatten. Das Bild des einstigen Busenwunders Jayne Mansfield effektvoll mit Ketten am Leib in Szene gesetzt, machte seinerzeit wohl jeden Filmdialog überflüssig.
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Das Buch „Hollywood Bound“ - mit über hundert schwarzweiß Fotos illustriert - zeigt die Filmhelden ausnahmsweise mal als wehrlose Opfer. Die fesselnden Details dazu wurden von Herausgeber Tony Normand packend und informativ aufbereitet.
Wer sich für das gekonnte gefügig machen begeistert, kann sich auf ein weiteres Buch zu diesem sehr speziellen Genre freuen: Der Taschen Verlag widmet sich der Kunst des großen Fotokünstlers Noboyushi Araki - „Bondage“. Der japanische Begriff Kinbaku-bi heißt wörtlich übersetzt die Kunst der erotischen Fesselung...
Fotos: Reel Art Press, (2/4) The Cobal Collection