Für jeden Liebhaber, der davon träumt, einen klassischen Ferrari, Porsche oder Aston Martin aus den malerischen Straßen Europas nach Amerika zu verschiffen, könnte die jüngste Welle von Zöllen, die von der Trump-Administration verhängt wurden, ein unerwartetes Hindernis darstellen. Doch haben diese neuen handelspolitischen Maßnahmen wirklich Auswirkungen auf die Einfuhr klassischer Automobile, oder gibt es immer noch eine Möglichkeit, die drohende finanzielle Belastung zu vermeiden?
Die Zölle richtig verstehen
Die neuesten Verordnungen, die vor allem auf China und die Europäische Union abzielen, sollen die amerikanische Industrie schützen, indem sie ab dem 3. April hohe Zölle von 25 % auf ausländische Waren erheben. Diese Maßnahmen konzentrieren sich zwar in erster Linie auf Industriematerialien und moderne Fahrzeuge, umfassen aber auch bestimmte für Sammler interessante Autokategorien. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Oldtimer - insbesondere solche, die älter als 25 Jahre sind - nicht von dieser neuen Zollerhöhung betroffen sind.
Die 25-Jahre-Regel: Ein Schlupfloch für Sammler?
Nach dem neuen US-Importrecht gilt jedes Automobil, das älter als 25 Jahre ist, als von den modernen Sicherheits- und Emissionsvorschriften ausgenommen. Das erleichtert es Sammlern, alte Schätze ohne Veränderungen einzuführen. Aber wie passen die neuen Zölle in diese Gleichung? Glücklicherweise heißt es auf Seite 10 der Durchführungsverordnung: "Am oder nach dem 3. April 2025 werden Fahrzeuge, die zum Zeitpunkt der Einfuhr mindestens 25 Jahre alt sind, unabhängig von Ursprung, Marke oder Modell vollständig von dem 25-prozentigen Zollsatz auf importierte Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge unter der Position 9903.94.04 befreit." Das bedeutet, dass Sie in den meisten Fällen, wenn Ihr ausgewählter Klassiker die 25-Jahres-Regel erfüllt, in der Lage sein sollten, ihn zum Standardzollsatz von 2,5 % ohne zusätzliche Strafe einzuführen.
Vorsicht vor den Ausnahmen
Auch wenn die allgemeine Regel besagt, dass die meisten Autoklassiker nicht betroffen sind, gibt es doch einige Vorbehalte zu beachten. Wenn das Auto erheblich verändert oder restauriert wurde, so dass es einem modernen Modell ähnelt, könnten die Zollbeamten es anders einstufen und möglicherweise höhere Zölle erheben. Wenn Sie ein seltenes oder nur in begrenzter Stückzahl hergestelltes Auto kaufen, das unter eine besondere Klassifizierung fällt, sollten Sie sich also mit einem Importspezialisten beraten, um unerwartete Gebühren zu vermeiden.
Die Zukunft des weltweiten Autoklassiker-Handels
Bislang scheint die Welt der Oldtimer-Sammler von diesen geopolitischen Handelsscharmützeln weitgehend verschont zu bleiben. Angesichts der ständigen Schwankungen in der Handelspolitik ist es jedoch immer ratsam, sich zu informieren und die neuesten Einfuhrbestimmungen zu prüfen, bevor man einen Kauf im Ausland tätigt. Wie immer gilt die goldene Regel des Sammelns: Kaufen Sie das beste Exemplar, das Sie sich leisten und im Classic Driver Markt finden können. Und lassen Sie sich von der Bürokratie nicht Ihrer Leidenschaft für das automobile Erbe verderben!
Fotos: Classic Driver Archive / Porsche / Broad Arrows Group