• Baujahr 
    1974
  • Automobiltyp 
    Sonstige
  • Chassisnummer 
    4S8S0DGD38796
  • Losnummer 
    67
  • Zustand 
    Gebraucht
  • Standort
    Österreich
  • Außenfarbe 
    Sonstige

Beschreibung

Österreichische Auslieferung
Sehr seltene Monteverdi Kreation

In den späten 1950er Jahren startete International mit der Entwicklung eines Konkurrenten für den zweitürigen Jeep CJ und stellte 1961 den Geländewagen “Scout” vor. 1971 folgte dann die zweite Generation mit dem Scout II, der bis 1980 produziert wurde. Er konnte mit dem „Traveltop“, einem Vollmetallaufbau, der seltenen „Roadster“ genannten Halbkabinenvariante, oder mit einem Stoffverdeck bestellt werden. Aus der Motorenpalette konnte der Käufer vom 3,2l Vierzylinder bis hin zum 5,7 Liter aus dem firmeneigenen Repertoire auswählen, aber auch ein 7,2 Liter -V8 von Chrysler konnte implantiert werden. Peter Monteverdi, ein Schweizer Unternehmer und letzter Autobauer des Landes, nutze die Vorzüge des Modells. Er orderte Serienfahrzeuge mit Topmotorisierung und verwandelte sie in den Luxusgeländewagen Safari. Der IH Scout gilt als Vorreiter der SUVs und steht nun nach über 40 Jahren vor einem Comeback, da Volkswagen die Marke wiederbeleben will.

Dieser 74er Harvester International Scout wurde im März 1975 vom IHC Importeur Dr. Michel Böhler in Wien zur Erteilung einer Einzelgenehmigung vorgeführt und im Juni desselben Jahres auf seine Firma zugelassen. Im Dezember 1977 übersiedelte der Scout zum letzten Eigentümer und jetzigen Einbringer nach Tirol. Dieser schätzte den Scout sehr, unter anderem auch als Zugfahrzeug für sein Boot. Die Alu-Wolfrace-Felgen sind ebenso wie die Seilwinde original IHC-Zubehör. Die Sportsitze wurden später nachgerüstet, die Originalsitze in gutem Zustand sind aber vorhanden. Das Fetzendach sowie ein Satz bereifter Stahlfelgen gehören ebenso zum Lieferumfang.

Doch nun zu diesem Fahrzeug selbst, das erst mal auch bei Scout-Kundigen für Rätselraten sorgt, da einiges nicht zu stimmen scheint. Manche Details lassen vermuten, dass die Edelschmieden Monteverdi oder Felber die Finger im Spiel hatten oder gar befürchten, dass es nur ein Amateur-Umbau ist. Um das zu klären, kontaktierte die Einbringerin den Schweizer Spezialisten für International-Scouts und 4x4-Monteverdis. Der kramte in seinem Archiv und fand des Rätsels Lösung. Peter Monteverdi hat 1974 für den Wiener Importeur Böhler bereits einen Scout II mit der um 3 Nummern früheren Chassisnummer umgebaut und dabei z.B. Seitenscheiben vergrößert, Stoßstangen abgeändert und Rückleuchten vom Range Rover S1 eingepasst. Bisher war die Annahme, dass es nur diesen einen Scout “Special” von Monteverdi gab, der übrigens den Anstoß für den späteren Monteverdi Safari gab. Jetzt trägt der grüne Tiroler Scout II aber die gleichen Änderungen und hat selbst den Archivar überrascht, dass er davon keine Aufzeichnungen hatte. Die Frage, ob nun Peter Monteverdi mehr als nur einen Scout II umgebaut hat oder der Wiener Importeur Böhler selbst noch einen Scout gemäß der Monteverdi-Vorlage modifiziert hat, macht es spannend. Es handelt sich aber definitiv um eine Monteverdi Kreation und macht den ohnehin schon begehrenswerten Scout noch exklusiver.


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