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ADAC Bavaria Historic tourt vom 19. bis 21. Juni durch Oberbayern

„Dieses tolle Auto wurde doch nicht fürs Museum gebaut“, lacht der Fahrer eines silbernen Jaguar SS 100, Baujahr 1937, stülpt sich Lederhaube und Pilotenbrille über und rollt zum Start der ADAC Bavaria Historic. „Die Stars der Traditionsveranstaltung vom 19. bis 21. Juni heißen Bentley, Lagonda, Aston Martin, Riley, Jaguar, BMW, Mercedes und Porsche“, freut sich ADAC-Sportleiter Fritz Schadeck auf die „Traumoldies zum Anfassen“. Für die Teilnehmer ist die mit 64 Zeitmesspunkten gespickte, 780 Kilometer lange Strecke eine sportliche Herausforderung und die Bavaria gilt deshalb nicht nur wegen ihres hochkarätigen Feldes als die deutsche Mille Miglia. Für Zuschauer bietet sie Gelegenheit, 160 klassische Fahrzeuge in voller Fahrt zu genießen oder beim Auftakt an Fronleichnam (Donnerstag, 19. Juni ab 11 Uhr) mit Rallye-Party und Teampräsentation vor Schloss Maxlrain bei Bad Aibling mit Fahrern und Beifahrern zu plaudern und einmalige Fotos zu schießen. Danach kann man die Oldtimer zwei Tage lang auf ihrer Tour durch Oberbayern, das Salzburger Land und Tirol begleiten und bei den zahlreichen Durchfahrtskontrollen und in den Pausen ebenfalls hautnah dran sein.

Jeder der automobilen Klassiker hat eine oft wechselvolle Geschichte und ist seinem Besitzer buchstäblich ans Herz gewachsen. Zum Beispiel die Chevrolet Corvette der Münchner Manfred und Emanuel Schiller. „Bei uns in der Familie hat jeder ein Faible für alte Fahrzeuge und bei Veranstaltungen fiebern alle mit.“ Andere haben sich auf eine Anzeige hin spontan ins Flugzeug gesetzt, um ihren Traum-Oldtimer zu ergattern, jahrelang auf Schrottplätzen gestöbert oder sind wie Dieter Kerscher in einem Museum fündig geworden: „Mein BMW 700 L stand zehn Jahre im Streicher Automobilmuseum in Deggendorf. Das Fahrzeug ist seltener als ein Mercedes 190 SL oder ein Porsche 356 und macht trotz schwacher Motorisierung unheimlich Spaß“.

Üppige Leistung ist bei der ADAC Bavaria Historic allerdings auch nicht der Schlüssel zum Erfolg. Gefragt ist ein sensibler Gasfuß des Fahrers, den der Beifahrer mit der Stoppuhr dirigiert: Jedes Team bekommt für die ihm unbekannten Wertungsprüfungen eine exakte Fahrzeit vorgegeben. Je genauer sie eingehalten wird, desto weniger Strafpunkte gibt es. Während der Beifahrer die Uhr im Auge behält und wie bei einem Countdown die noch verbleibenden Sekunden herunter zählt, muss der Fahrer bei "Null" durch eine mit einem Hinweisschild gekennzeichnete Lichtschranke fahren. Aufeinander eingespielten Teams gelingt der Tanz auf den Pedalen auf die Zehntelsekunde genau.

48 Zeitnehmer registrieren an 64 unterschiedlichen Wertungsprüfungen auf die Hundertstelsekunde genau die Durchfahrtszeiten der Teilnehmer und sammeln an den beiden Rallyetagen etwa 17 400 Einzeldaten. Dahinter steckt eine logistische Meisterleistung. „Als es noch keine Computer gab, mussten die Daten per Hand in unzählige Listen eingetragen werden“, erinnert sich Götz. Dank der elektronischen Helfer werden die gemessenen Zeiten heute in moderne PCs eingetippt und während des Veranstaltungstages in einen zentralen Rechner eingespeist und verarbeitet. Bereits kurz nach der Ankunft können die Teilnehmer so ihre persönlichen Zeiten und ihre Plazierung erfahren.

Am Ende der Bavaria Historic 2003 werden die 400 Streckenposten und Helfer rund 8000 Arbeitsstunden und viel Fleißarbeit hinter den Kulissen geleistet haben. Und dass das Team um Hans Götz der Rallye auch aus Sicht der Zuschauer die richtige Würze verleiht und die passenden Zutaten hat, zeigt das Jahr für Jahr zunehmende Interesse an der hochkarätig besetzten Klassiker-Ausfahrt.

www.bavaria-historic.de

Text & Fotos: ADAC-Bavaria Historic