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ClassicInside - Ihr Classic Driver Newsletter
Ausgabe 47/2009 | 50.163 Abonnenten NEWSLETTER WEITEREMPFEHLEN > EDITORIALSpätestens, wenn sich die Beschleunigung selbst zu beschleunigen scheint, weiß auch ein altgedienter Autojourno wie John Simister, dass er ein ganz besonderes Steuer in den Händen hält. Der britische Sportwagen-Fachmann (EVO, Independent) war in dieser Woche in Maranello, um für Classic Driver den brandneuen Ferrari 458 Italia warm zu fahren. Und tatsächlich scheint Ferrari mit der Achtzylinder-Fahrmaschine ein technisches Wunderwerk gelungen zu sein: Unglaublich schnell und hoch gerüstet mit effizientester High-Tech, die den 458 so anpassungsfähig und variabel macht wie keinen Ferrari zuvor, erweckt das Brüllen doch die Geister jener rauen Rennmaschinen alter Schule, in denen noch die Weber-Vergaser donnerten. Wie es sich denn nun tatsächlich anfühlt, den Italia bis 9.000 Touren zu treiben und im Race-Modus durch die Kurven von Fiorano driften zu lassen? Lesen Sie den Fahrbericht! Übrigens:
Das erste Serienmodell mit Achtzylinder-Triebwerk - und damit der Urtyp
des neuen Ferrari 458 Italia - ist nicht der lässige Magnum-Ferrari
308 GTB/GTS, sondern der gern belächelte Ferrari 308 GT4, genannt
Dino. Der ungewohnt kantige, von Bertone statt Pininfarina
entworfene 2+2-Sitzer kam 1974 zunächst ohne springendes Pferdchen-Emblem
auf den Markt. Trotz beachtlicher Absatz-Erfolge wurde der Dino von
vielen Ferraristi nie als vollwertiges Familienmitglied akzeptiert.
Wir haben den unscheinbaren V8 erneut zur Musterung bestellt. Unser
Urteil: Dinge ändern sich! Der ab 15.000 Euro vergleichweise günstige
Understatement-Ferrari wirkt heute nicht nur so cool wie
selten zuvor, er ist bei entsprechender Qualität auch durchaus
ein lohnendes Investitionsobjekt. Auch bei Classic Life gibt es Trendwenden
zu vermelden: Nach Jahrzehnten des kollektiven Yoko-Ono-Bashings legt
Porsche Design jene Sonnenbrille wieder auf, mit der die viel geschmähte
Lennon-Witwe in den Achtzigerjahren vom Titel des Rolling Stone
geblickt hatte. Wir sind gespannt, welche persona non grata als
nächstes die stilistische Absolution erhält.
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